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Wannsee Berlin

Die "Badewanne" Berlins, seit Ende des vorigen Jahrhunderts die Wannseebahn und 1907 das erste Strandbad eröffnet wurden. Die Damals gebauten Bahnhöfe Mexikoplatz (Jugendstil) und Nikolassee (eine Art neugotische Burg) sind Zeugen einer Verkehrsplanung, die technischen Fortschritt mit ästetischen Ideen verband.

Den Wannsee säumten eine Vielzahl von Yachthäfen und Bootsanlegestellen für Ausflugsschiffe auf der Havel. Sehenswert sind unetr anderem das "Schloß am Wannsee" (Sandwerder 5), eine prächtige Villa, in der Carl Zuckmayer eine Zeit lang lebte und arbeitete (seit 20 Jahren Sitz des Literarischen Collquiums Berlin), und das etwas versteckte Grab des dichters Heinrich von Kleist am kleinen Wannsee (Zugang über Bismarckstraße 3), der hier am 21. November 1811 mit seiner Geliebten Henriette Vogel Selbstmord
beging. Beachtenswert ist auch die seit Anfang 1992 eröffnete Gedenkstätte "Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden" in der Wannsee-Willa (Am Großen Wannsee 56-58, geöffnet tägl. von 10 - 18 Uhr).

Von Wannsee aus sind Überfahrten zur Pfaueninsel möglich, die Friedrich Wilhelm II. als romantisches Refugium für sich und Geliebte kaufte und dort ein als gotische Ruine getarntes Lustschloß bauen ließ (1793/97). 1822 wurde die Insel von dem Gartenarchitekten Lenné in einem englischen Landschaftspark umgewandelt und mit vielen Pfauen bevölkert. Ein Teil der Insel ist nicht zugängliches Schutzgebiet für Reiher.

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