Das Gegenstück zu Kreuzberg, dicht besiedelt und geprägt von fünfstöckigen Mietskasernen in größtenteils trostlosem Zustand. zu DDR-Zeiten wurden die Häuser in der Husemannstraße restauriert.
Hier ist ein Stück Alt-Berlin wiedererstanden. Sehendswert sind vor allem das Denkmal für Käthe Kollwitz (Kollwitzplatz), der Jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee und die 1976/78 vollständig wiederhergestellte Synagoge (Rykestraße). Einen Besuch wert sind der Thälmann-Park mit einem Großplanetarium und - am Südrand dieses Stadtbezirks - der Volkspark Friedrichshain mit Freilichtbühne und dem von Figuren aus den Grimmschen Märchen geschmückten Brunnen.
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Ursprünglich ein Angerdorf, in dem schon im 18Jh. Sommersitze wohlhabender Familien entstanden, begann es nach dem Ausbau der Schönhauser Allee mit Berlin zu verschmelzen und wurde zum Wohngebiet für die aus dem Umlag herbeiströmenden Arbeiter. Die late Dorfaue - Johannes-R.-Becher-Straße - ist noch zu erkennen. Bemerkenswert sind hier das schöne, aber das sehr renovierungsbedürftige Kavalier oder Hildebrandthaus und die Dorfkirche, die 1832 unetr Beteiligung von Schinkel erneuert wurde ( im Kern aus dem 15. Jh.) sowie das 1901/03 als stattlicher Klinkerbau errichtete Rathaus.
Die Ortschronik Pankow ist in einer restaurierten Bürgerwohnung untergebracht (Heyndstraße 8 in Berlin-Pankow hat Di, Do und So jeweils von 10 - 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei). Der ursprünglich am Ufer der Panke angelegte Privatpark mit einem wie ein Triumphbogen gestalteten Portal, schattigen Wegen, einem Teich, einer Büste von Heinrich Mann und Bronzestatue von Johannes R. becher. Ihn schließt sich die Schönholzer Heide an, z.T. Waldfriedhof, z.T. Volkspark mit Freilichtbühne, Rodelbahn und Spielplatz.
Im sich nördlich anschließenden Ord Niederschönhausen steht das nach dem Krieg als Amtssitz des ersten Präsidenten der DDR und später als Regierungs-Gästehaus genutzte Schloß. 1664 hatte es eine Gräfin Dohna erbauen lassen, zeimal - 1691 unter Friedrich III. und 1704 - wurde es umgestaltet. Damals führte ein schiffbarer Kanal zum Charlottenburger Schloß. Von 1740 an war es "Verbannungsort" für Elisabeth Christine, die ungeliebte Gemahlin Friedrichs des Großen. 1760 wurde das Schloß von russischen Truppen verwüstet, 1764 abermals umgebaut. den stimmungsvollen Park, ursprünglich als Rokoko-Lustgarten nach französischem Vorbild angelegt, gestaltete Mitte de 19. Jh. Peter Joseph Lenné in englischem Stil um. Bemerkenswert ist die Pfarrkirche St. Maria Magdalena wegen ihrer einheitlichen, spätexpressionistischen Gestaltung (Felix Sturm, 1929-30).
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Von dem See in der Stadtmittegeprägter Ort. Hier stand einst ein stolzes Schloß, das jetzt völlig verunstaltet ist. samt einem großen Garten, der, nach seiner Umgestaltung zum Vergnügungspark mit Karussells, einer reitbahn und einer Seeterrasse, vor allem Ende des 19. Jh. die Berliner in Scharen anzog.
1878 wurde in Weißensee die erste Trabrennbahn Berlins eröffnet. Auffällig sind die mit Mietshäusern in den zwanziger Jahren gebauten Straßen, darunter eine berühmte Häuserzeile von Bruno Taut, sowie viele Kommunalbauten wie das im Stil deutscher Renaissance in Verbindung mit gotischen Motiven 1904/06 errichte Amtsgericht (Parkstraße 71). Das Heimatmuseum gibt einen Überblick über die Geschichte des Ortes (Pistoriusstraße 8, geöffnet Di 10 - 16 Uhr Mi, Do 12 - 18 Uhr, So 14 - 18 Uhr und nach Vereinbarung / das Museum ist zur Zeit geschlossen). Von großer kulturhistorischer Bedeutung ist der Jüdische Friedhof, der größte Europas, mit zahlreichen interessanten Grabmälern, angelegt 1880.
Jedes Jahr wird in Weißensee Anfang September das Blumenfest gefeiert. Das naturschutzgebiet am Rand der Stadt mit schönen Wanderwegen ist das größte im ehemaligen Ost-Berlin.
Im nördlich gelegenen Ort Buch ist die Kirche sehenswert, obwohl im zweiten Weltkrie schwer beschädigt und im innern unvollkommen restauriert, noch immer einer der schönsten Dorfkirchen Berlins, frappierend ähnlich dem Mittelteil des Charlottenburger Schlosses. Die Kirche errichtete 1731-36 Friedrich Wilhelm Diterichs für Staatsminister A.O. v. Viereck. Das einst prachtvoll geschmückte Innere mit Fresken und Stuckdekorationen in der Kuppel sowie in der Empore wurde lediglich vereinfacht wiederhergestellt.
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