Die wie Tegel zum Stadtbezirk Reinickendorf gehörende ehemlige Angersiedlung besitzt an der Dorfaue Alt-Heiligensee noch einige Bauernhäuser mit spätklassizistischen Stuckfronten sowie eine wie die Miniatur eines großen Gotteshauses wirkende Dorfkirche aus dem 15./16 Jh. Auf dem Friedhof ist die Malerin Hanna Höch begraben, die einzige Frau inder Künstlervereinigung "Dada". In Alt-Heiligensee ist noch ein Kossätenhaus erhalten, in dem die von einem Grundherren abhängigen und zu Abgaben verpflichteten Kleinbauern lebten.
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Von dem alten Straßenhof, 1322 erstmals erwähnt und von 1361 bis zur Säkularisation im Besitz des Spandauer Nonnenklosters, ist bis auf wenige Häuser in Alt-Tegel nichts mehr erhalten. Die Umgestaltung begann durch die Ansiedlung Von Industrie, besonders durch die Lokomotiven-Fabrik Borsig.
Das prächtige Borsig-Tor von 1898 (Berliner Straße) ist ein eindrucksvolles Zeugnis der einstigen Bedeutung der Fabrik. Mit seinem zinnenbekrönten Torbogen und den massiven Backstein-Rundtürmen entspricht es eher dem Zugang zu einer mittelalterlichen Burg. An dem Tegeler See ist die reizvolle Greenwichpromenade (mit Dampfer-Anlegestelle) entstanden. An deren Ende bietet sich von der Tegeler Havenbrücke ein schöner Blick auf den alten Kanal-Hafen. Desondere Sehenswürdigkeit ist das Schloß im Tegeler Forst. Ursprünglich unter dem Großen Kurfürsten als Jagdschloß erbaut, ging es 1766 in den Besitz der Familie Humboldt über. Wilhelm von Humboldt, der Vater des preußischen Bildungswesens, der hier mit seinem Bruder Alexander, dem großen Forschungsreisenden, aufgewachsen war, ließ es 1820/24 von K. F. Schinkel für seine Kunstsammlung beträchtlich erweitern. Ebenfalls ein Werk Schinkel ist die Familiengrabstätte, zu der eine Lindenallee führt. Der Park, zunächst im Barockem Stil gestaltet, wurde 1824 in einen englichen Landschaftsgarten umgewandelt (mit schönem alten Baumbestand).
Einem Schloß ähnlich, aber erst 1911/13 gebaut, ist die weiße Villa Borsig auf der halbinsel Reiherswerder, seit 1959 Sitz der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung. Die moderne Zeiz präsentiert der Flughafen Tegel, 1969/74 zu einem Großflughafen mit einer Kapazität von sechs Millionen Passagieren ausgebaut, als der wachsende Verkehr in Tempelhof nich mehr bewältigt werden konnte; auf der besuchsterrasse eine Ausstellung alter Flugzeuge (geöffnet April bis September von 10:00 bis 18:00 Uhr und von Oktober bis März von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Bei schlechten Wetterbedingungen wird die Terrasse geschlossen.
Der Eintritt beträgt 1,- € für Kinder und 2,- € für Erwachsene.). Auf dem ehemaligen Militär-Schieß- und Übungsplatz landete schon 1909 das Luftschiff Z3 des Grafen Zeppelin. Wernher von Braun und Hermann Oberth unternahmen hier 1931 ihre ersten Raketenversuche. Während der Blockade West-Berlins wurde 1948/49 in kürzester zeit die längste Star- und landebahn Europas für die amerikanschen "Rosinenbomber" angelegt.
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